Wissenswertes öffentliche SchulenKanadisches öffentliches Schulsystem Das öffentliche kanadische Schulsystem wurde unter dem Vorsatz entwickelt, dass alle Schüler das Recht auf eine vollständige Ausbildung haben. Dieses System wird von der Regierung, den Eltern und Studenten unterstützt. Die Lehrpläne und Standards werden vom Bildungsministerium der einzelnen Provinzen entwickelt. Jede Schule muss diese Vorgaben einhalten. Semester: Mit wenigen Ausnahmen gibt es die Semestereinteilung. Pro Semester wählt man maximal vier Kurse, ingesamt acht Kurse pro Schuljahr. Das erste Semester beginnt Anfang September und endet im Januar. Das zweite Semester beginnt Anfang Februar und geht bis Ende Juni. Beim Besuch von nur einem Semester können bei guten Noten, die Kurse durchaus im Heimatland angerechnet werden. Bei kürzeren Aufenthalten ist eine Anrechnung der Kurse nicht möglich. Trimester (Terms): Einige Schulen in B. C. und Québec lehren noch nach dem sogenannten Term System. Hier werden maximal acht Kurse für das gesamte Schuljahr gewählt. Dieses System ist in drei Phasen gegliedert: September bis November, Dezember bis März und April bis Juni. Internationale Schüler können auch 1 oder 2 Terms besuchen. Um eine Anerkennung im Heimatland zu erhalten, müssen sie jedoch das komplette Schuljahr bleiben.
Schulen Auch an den Schulen hat sich der Umgang mit dem Computer durchgesetzt. Computerkenntnisse werden vorausgesetzt. Einige Schulen haben Laptop-Programme. Die Klassenzimmer sind mit Zugang zum Intranet ausgestattet. Die Schüler müssen sich Aufgaben, Informationen etc. per Laptop holen und damit bearbeiten. Die Laptops müssen von der Schule geliehen oder gekauft werden, damit gewährleistet ist, dass sie alle dem gleichen Standard und technischen Anforderungen sowie dem Schulintranet entsprechen.
Besondere Programme - French Immersion - IB Programm - ESL/FSL
French Immersion Einige Schulen in Kanada bieten French Immersion an. Im Rahmen dieses Programms findet der Unterricht in einigen Fächern auf Französisch statt, während der Schulalltag ansonsten auf Englisch abläuft. French Immersion richtet sich grundsätzlich an Schüler, für die Französisch nicht Muttersprache, sondern erste Fremdsprache ist. Die Auflagen, an diesem Programm teilzunehmen, sind sehr hoch. Teilnehmen können in der Regel nur Schüler, die seit dem frühen Alter schon Französisch gelernt haben und daher eine gewisse Stundenanzahl Französisch und natürlich entsprechende Sprachkenntnisse vorweisen können. French Immersion ist für internationale Schüler eine besondere Gelegenheit, die Zweisprachigkeit Kanadas zu erleben und von dieser bestmöglich zu profitieren. Für Austauschschüler sind die Aufnahmebedingungen meist vereinfacht, gute bis sehr gute Französischkenntnisse sind jedoch in jedem Fall erforderlich, um sich für dieses Programm zu bewerben.
IB Programm (International Baccalaureate) Auf einigen Schulen, sowohl öffentliche als auch private, haben die Schüler die Möglichkeit, die Schule mit einem internationalen Abitur abzuschließen, dem International Baccalaureate (kurz: IB)
Allgemeine Voraussetzungen: Die teilnehmenden Schüler belegen zusätzlich zu ihrem ?gewöhnlichen Schulunterricht? Kurse aus bestimmten ?Gruppen?. Das Programm umfasst im Einzelnen: Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, 2 Sprachen, Kunst/Musik, ein gesellschaftliches Fach und ein Essay, weiter das sog. CAS (Creativity, Action, Service), welches künstlerische, sportliche und sozialhelfende Aktivitäten betrifft, sowie Theory of Knowledge (Erkenntnistheorie). Das IB Programm richtet sich an leistungsstarke Schüler, die einen internationalen Schulabschluss haben möchten. Dieser berechtigt zum Studium an einer Hochschule im Ausland oder an einer deutschen Privat-universität. Schüler, die in Deutschland schon an dem Programm teilgenommen haben (in Form eines Pre-IB Programms) haben erhöhte Aufnahmechancen.
ESL (English as a Second Language) bzw. FSL (French as a Second Language) ESL/FSL ist ein Programm für internationale Schüler, die Englisch oder Französisch als Fremdsprache lernen und dient der Festigung in der jeweiligen Sprache. Es wird in fast allen öffentlichen und privaten Schulen angeboten. In einigen Schulen ist es inklusive, ansonsten gegen Gebühr möglich. Nach dem Einstufungstest wird von der Schule entschieden, ob der Schüler ESL/FSL benötigt. Kurswahl und Beglaubigung Fächerwünsche werden vor Abreise frühstmöglich ins Gastland weitergeleitet. Nicht alle Wünsche können garantiert werden, aber die Schule wird versuchen, die größtmögliche Übereinstimmung zu erzielen. Vom Zeitpunkt der Anmeldung bis zur Abreise sind ggfs. unterschiedliche Formulare auszufüllen. Jeder Schüler erhält vor Abreise ein Handbuch mit nützlichen Informationen. Bei Ankunft in der Schule trifft der Schüler seinen persönlichen Berater, der seinen Kursplan und die Kursauswahl mit ihm durchgeht. Sollte eine Beglaubigung des Zeugnisses am Ende des Jahres gewünscht werden, muss dies bei Anmeldung bekanntgegeben werden. Ebenso sollten die Kurse, die belegt werden müssen, damit die Zeit in Kanada im Heimatland anerkannt wird, rechtzeitig mitgeteilt werden. Möglicherweise sind nicht alle Kurse verfügbar. Die Information, welche Kurse bestätigt werden, gibt es kurz vor oder bei Ankunft in der Schule. Bei der Beglaubigung des Zeugnisses durch die Botschaft ist unsere Partnerorganisation behilflich. Hinweis: Die Schule hat das Recht, den Schüler nach Ankunft (auch wiederholt) auf Bildung und Englisch zu prüfen. Sollte sie den Schüler aufgrund des Testergebnisses niedriger einstufen, kann sie ihn in eine tiefere Klasse versetzen.
Extras / Persönliche Ausgaben Mit folgenden Extraausgaben muss gerechnet werden: ESL Unterricht, Schul- und Sportbekleidung, Lehrbücher, Schulmaterial, Sportausrüstung, Laptop, Abenteuerausflüge, Reinigung und Näharbeiten, Ferngespräche, Nachhilfeunterricht, Schulfotos, Freizeitunterhaltung, Ausflüge, Veranstaltungen, zusätzliche Flughafentransfers, täglicher Transfer Gastfamilie - Schule - Gastfamilie, Taschengeld, Krankenversicherung, Eintrittsgelder bei Ausflügen, Aufbewahrung oder Auslieferung von Gepäck, wenn es nicht gleichzeitig mit dem Schüler ankommt oder abreist, vom Schüler beantragte Wechsel von Gastfamilie oder Schule.
Nebenkosten Die Nebenkosten eines Jahres werden auf ca. CAD $ 3.000 - 5.000 für Schüler bei Gastfamilien geschätzt. Eltern sollten dem Schüler eine Kreditkarte für Notfälle zur Verfügung stellen. Die exakten Ausgaben sind von Schüler zu Schüler unterschiedlich. Die Schüler sollten mit einer Telefonkarte ausgestattet werden, von der sie ihre Fern-, Nahgespräche und e-Mails bestreiten.
Der Schuljahr-Kalender Üblicherweise geht das Schuljahr von Anfang September bis Ende Juni. Die exakten Daten sind bei den Schulen unterschiedlich. Semestereinteilung findet man in den Provinzen Ontario, Alberta, British Columbia und Nova Scotia. Trimestereinteilung gibt es in British Columbia und Québec.
Ferien / verlängerte Wochenenden Während des Schuljahres gibt es zwei bis drei Wochen Weihnachtsferien Ende Dezember und ein bis zwei Wochen Frühjahrsferien im März. In gewissen Abständen gibt es lange Wochenenden (3 Tage). In jeder Schule sind die Ferientermine oder verlängerten Wochenenden für das ganze Schuljahr ausgeschrieben. Das bedeutet für die Internatsschüler (Boarding School), dass ca. einmal monatlich der Campus verlassen werden muss. Es ist nicht möglich, während dieser Zeit auf dem Schulgelände zu bleiben. Die Schüler dürfen Einladungen von z. B. Familien der Mitschüler annehmen oder an einem organisierten Schulausflug teilnehmen, sofern sie die Erlaubnis dazu erhalten. Unterbringung in Hotels ist in der Regel nicht gestattet.
Persönliches Schulkonto an privaten Schulen Im Laufe des Jahres fallen diverse Neben-kosten an, wie aus der Auflistung der Extra- Kosten ersichtlich. In allen Schulen erhält der Schüler ein persönliches Konto, damit er die anfallenden Nebenkosten davon bezahlen kann. Eltern sollten dafür sorgen, dass das Konto ausreichend gedeckt ist, um Konflikte zu vermeiden. Schüler, die bei einer Gastfamilie wohnen, dürfen auch ein Konto bei einer lokalen Bank unterhalten.
Schuluniformen Eine Schuluniform ist die Regel bei privaten Schulen. Diese muss meist vor Anreise unter Angabe der Maße des Schülers bestellt werden. Zur Uniform gehört in der Regel eine Jacke mit dem Emblem der Schule, Schulkrawatte, Pullover oder Pullunder, graue Stoffhosen für die Jungen und ein Schottenrock für die Mädchen, weiße Hemden und Blusen, dunkle Socken bzw. graue Kniestrümpfe oder Strumpfhosen sowie schwarze konservative Lederschuhe.
Visum Ein Schüler- oder Studentenvisum ist für Ausländer in Kanada erforderlich, wenn der Aufenthalt länger als sechs zusammenhängende Monate dauert. Sobald der Schüler seine Aufnahmebestätigung von der Schule erhalten hat und die Gebühren komplett bezahlt worden sind, stellt die Schule eine Bescheinigung aus. Diese ist notwendig für die Beantragung des Visum. Wird zum ersten Mal ein Visum beantragt, kann dies nur beim zuständigen Konsulat oder der Botschaft außerhalb von Kanada geschehen. Die Erteilung eines Visum kann von einer Woche bis zu drei Monaten dauern. Wer nicht im Besitz eines gültigen Visums ist, dem kann die Einreise verweigert werden. In Québec ist zusätzlich ein ?Certificate d?acceptation du Québec?, kurz CAQ, erforderlich. Dieses Zertifikat muss vor dem Visum beantragt werden. Wir sind bei der Beschaffung behilflich, sobald der Schüler von der jeweiligen Schule in Québec eine Zusage hat. Das Zertifikat wird automatisch an das zuständige Konsulat weitergeleitet, welches dem Wohnort des Schülers am nächsten ist.
Reisen im Gastland oder ins Ausland Alle Reisen bedürfen der Zustimmung der Eltern und der beteiligten Organisation. Möchten Schüler vielleicht von Kanada aus in ein weiteres Land reisen (z. B. USA) geschieht auch dies auf eigene Gefahr. Die Schüler sollten sich, falls notwendig, vor dem Aufenthalt um das entsprechende Visum bemühen. Bitte stellen Sie sicher, dass auch für diese Reisen in ein weiteres Land die Krankenversicherung greift oder ob eine Zusatzversicherung nötig ist.
Impfungen Die Schulen in Kanada bestehen auf den Nachweis für folgende Impfungen: Diphtherie, Tetanus, Polio, Masern, Mumps und Röteln. Die Impfungen für Diphtherie und Tetanus müssen alle 10 Jahre erneuert werden. Die meisten Schulen untersuchen die Schüler bei Ankunft auf Tuberkulose. Sollten sie gegen Tuberkulose geimpft sein, kann das Resultat der Untersuchung positiv ausfallen. In diesem Fall wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt um sicher zu gehen, dass keine Tuberkulose besteht. Röntgen muss vom Schüler bezahlt werden, ebenso Medikamente, falls diese angeordnet werden.
Krankenversicherung Jeder Schüler muss im Besitz einer Auslandskrankenversicherung sein. Einige Provinzen schreiben eine kanadische Kranenversicherung vor. Diese ist obligatorisch und wird mithilfe der Organisation abgeschlossen. Bei einigen privaten Schulen ist die Krankenversicherung bereits inklusive. Arztbesuche und/oder Krankenhausaufenthalte sind in Kanada sehr kostspielig. Jeder Schüler muss im Besitz einer gültigen Kreditkarte sein, um eventuelle sofort anfallende Behandlungskosten zahlen zu können. Später werden die Kosten mit der Versicherung gegen Quittungen eigenständig abgerechnet. Jede Leistung muss sofort gezahlt werden. Schulen, Gastfamilien oder die Partnerorganisation übernehmen die Kosten nicht und treten dafür auch nicht in Vorkasse. Wir sind gern behilflich, eine geignete Versicherung abzuschliessen. Informationen zu verschiedenen Versicherungsanbietern finden Sie auch auf unserer Homepage www.do-it-sprachreisen.de Jeder Schüler sollte stets eine Kopie der Versicherungspolice bei sich haben.
Vorzeitiger Abbruch des Schuljahres Die beteiligten Organisationen behalten sich das Recht vor, Schüler vorzeitig aus der Schule zu entfernen, wenn es die physischen oder psychischen Umstände erfordern oder bei Fehlverhalten gegenüber Gastfamilien, Schulmitgliedern oder Mitbürgern. Dieses Fehlverhalten schließt u. a. ein: illegaler Drogenkonsum, unakzeptable sexuelle Verhaltensweise, Alkoholkonsum, Gesetzesübertretung, schlechte Schulleistungen, Unvermögen oder Unwilligkeit, eine multikulturelle Umgebung zu akzeptieren. Ein weiterer Grund ist auch Vorspiegelung falscher Tatsachen in Bezug auf die eigene Person und/oder beim Ausfüllen der Anmeldung. Die Kosten für eine vorzeitige Heimreise tragen die Eltern. Eine Rückerstattung nicht in Anspruch genommener Leistungen erfolgt nicht. |
In den Programmen enthalten
In einigen Programmen enthalten
Nicht im Programm enthalten
Alter und Grad (Klassen)
Extras / Persönliche Ausgaben
Seiten zum Ausdrucken
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