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Ann-Kathrin am Collège Rivier

Hallo, ich bin Kati und habe mein Auslandsjahr kurz vor meinem 15. Geburtstag begonnen. Ich war ein Jahr in Kanada, Quebec in Coaticook/Sherbrooke.

Nach zahlreichen Beratungen und einem Besuch der Schule in Coaticook im Jahr davor ging es am 24. August 2017 ab nach Kanada. Das Besondere: Es sollte sehr viel französisch geben!
Ich platzte vor Neugierde und Aufregung auf dem Weg zu meiner Gastfamilie. Dort hatte ich noch einen kleinen Gastbruder, wo ich inzwischen fast sagen könnte er wäre mein echter Bruder und eine so süße Katze. Am Wochenende habe ich bei meiner Gastfamilie gewohnt und während der Woche war ich im Internat. Diese Kombination fand ich perfekt um noch mehr zu erleben!

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Als ich das Haus und meine Familie gesehen habe fühlte ich mich direkt wie zu Hause. Mein Gastbruder war am Anfang etwas schüchtern, aber als er gemerkt hat, dass er mit mir viel spielen und Blödsinn machen kann wurde er offen. Auf meine Gastfamilie komme ich gleich nochmal zu sprechen, denn am nächsten Tag ging es dann zur Schule. Die ist 40 km von meiner Gastfamilie entfernt, normal in Kanada ;). Man kann gar nicht beschreiben wie nervös ich war, ich konnte kaum schlafen und essen! Die Schule war sehr klein, wir waren ca. 100 Schüler somit kannte ich nach einiger Zeit jeden. Es war mal etwas anderes und sehr familiär, was mir sehr gefiel. Es war wirklich wie eine große Familie, vor allem im Internat wo wir zum Beispiel manchmal Werwolf gespielt haben. Sonst waren wir eigentlich sehr selbstständig und durften ausgehen. Es gab auch ein Sportzentrum wo wir schwimmen gehen, Tennis, Basketball usw. spielen konnten. In der Schule selbst gab es einen Fitnessraum mit reichlich Auswahl und ein Sporthalle. Was ich besonders schön fand war, zu jeder Zeit seine Freunde in der Nähe bzw. eine Tür weiter anzutreffen.

Jetzt kommen wir mal zum Schulleben. Meine Fächer: Französisch, Mathe, Englisch, Sciences (Biologie, Chemie und Physik zusammen), Geschichte, Sport und Aktivitäten die man sich selbst aussuchen konnte. Diese Aktivitäten hatte man für eine bestimmte Zeit. Ich habe folgende gewählt: Sport plus, Theater, Tanzen, Ski, Reiten, Outdoor-Sport. Nach der Schule spielte ich noch Badminton und Volleyball. Ich habe noch nie so viel Sport getrieben wie in Kanada.

Wir hatten sonst noch ein paar besondere Tage wie Valentinstag (wo sich alle schön machten), Pantoffel-Tag, Karneval (wir hatten einen Wettbewerb mit den anderen Stufen und haben sogar gewonnen!) und Winter-/ Sommer-Ausflug (ich habe Ski und Freizeitpark gewählt). Durch diese ganzen Aktivitäten sind wir alle noch mehr zusammengewachsen und hatten noch mehr Spaß. Das Schulleben war nie langweilig! Auch eine neue Erfahrung war die Uniform. Ich fand sie wunderschön. Auch da konnte man sich mehrere Teile und Kombinationen passend zum Tag und Stimmung auswählen.

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Eine der ganz besonderen Erfahrungen in der Schule waren die Aufführungen (Theater, Gesang, Tanz). Es hat so viel Spaß gemacht, dass alle versucht haben das Beste daraus zu machen, auch wenn wir nicht viele waren und nicht viel Ausstattung zur Verfügung gestellt bekommen haben - am Ende kam immer so etwas Schönes dabei raus! Es macht einfach Spaß mit seinen Freunden auf der Bühne zu stehen und etwas vorzustellen. Was auch noch erwähnenswert ist, ist die Gala. Dort wurden Preise verliehen für gute und motivierte Schüler. Ich wurde auch eingeladen und habe noch dazu 3 Preise gewonnen. Ich war sehr stolz auf mich, aber all das hätte ich nicht ohne die Hilfe meiner Gastfamilie, meiner Freunde und der Lehrer geschafft!

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Kommen wir mal zu den besonderen Momente mit der Gastfamilie. Meine Gastfamilie war anders als meine echte Familie, doch somit konnte ich viel dazulernen. Wir waren oft draußen und haben Sport getrieben, aber wir haben auch oft einfach nur zu Hause einen Familientag gemacht, wo wir zusammen Spiele gespielt oder Filme geschaut haben. Auch in den Ferien blieb ich bei ihnen. Wir sind im Winter mit Freunden nach Ottawa gefahren. Es war zwar unglaublich kalt (-40 Grad), aber Ottawa ist eine bewundernswerte Stadt, die man echt einmal sehen sollte! Im Frühling waren wir in den USA um Ski zu fahren, eine typisch amerikanische Stadt zu sehen und shoppen zu gehen. Im Sommer waren wir in Hampton Beach, um meinen Aufenthalt in Kanada abzuschließen und ausklingen zu lassen. Auch wenn wir nicht immer schönes Wetter dort hatten und das Wasser am Atlantik sehr kalt war, war ich EIN Mal im Wasser. Mit meiner Gastfamilie hatte ich echt Glück! Es ist nicht selbstverständlich, dass sie all das mit mir unternommen haben! Doch für mich sind sie jetzt nicht nur meine Gastfamilie in Kanada, denn ich hoffe, dass ich sie bald wieder sehen kann.

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Ich könnte echt einen ganzen Roman über mein Kanadajahr schreiben, weil ich es so besonders fand und so dankbar für dieses Erlebnis bin!

Also ein großes DANKE an das Doit! Team was mir diese bereichernde Reise ermöglicht hat und auch das passende für mich gefunden hat! Denn meine Liebe zum Französischen ist noch viel größer geworden, so dass in mir der Entschluss gereift ist, nach der 12. Klasse das AbiBac zu erreichen.

Ich kann also nur sagen, es lohnt sich, wenn ihr euren Horizont erweitern möchtet und mal etwas Neues erleben möchtet. Danke!

Kati