Erfahrungsberichte High School Schueleraustausch2
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Maja an der Seycove Secondary

Liebes Do It!-Team,

Wo soll ich nur anfangen? Mein Auslandsjahr- Da fällt mir eigentlich nur ein Wort ein: BLISS

Es waren die besten fünf Monate in meinem Leben bis jetzt-ohne Zweifel. Ich war so glücklich, so lebensfroh wie schon lange nicht mehr. Aber natürlich gab es auch Momente und Augenblicke, an denen ich Heimweh hatte oder traurig war-ohne Zweifel. Aber gerade dann hatte ich all diese wundervollen Menschen um mich herum, meine Gastfamilie und meine Freunde, die ich so sehr in mein Herz geschlossen habe. Wie sehr ich alles vermisse? Ich kann es kaum in Worte fassen. Ich vermisse Vancouver, diese unglaubliche Stadt und ich kann nur zustimmen dass sie einer der lebenswertesten Städte ist. Wo hat man schon Berge, den Ozean und die Hochhäuser auf einem Fleck? Ich konnte so viel unternehmen, habe so viel gesehen und war wirklich an fast jedem Strand.

Ich vermisse also Vancity mit ihrer stanning nature, ich vermisse es gleich nach der Schule Ski fahren zu können und bis 22 Uhr auf Mount Seymour zu bleiben und die atemberaubende Sicht auf downtown mit den ganzen Lichter bei Nacht zu genießen. Ich vermisse meine Highschool, das familiäre und liebevolle Verhältnis zwischen den Schülern und auch zu den Lehrern. Ich vermisse die total zu Deutschland unterschiedlichen Unterrichtsfächer, wie Foods (kochen – ...naja, eigentlich haben wir die hälfte der Zeit nur Brownies und Cookies gebacken :D) Film & Television und meine PE Class mit der ich so viel coole Sachen unternommen habe: Canooing, Stand up paddling, Lasertag, Bowling , Snow- booting auf Mount Seymour , Wanderungen im Lynn Canyon Park oder Gym.

Ich vermisse mein Track & Field Team, dem ich mit einer meinen auch deutschen Freunde beigetreten war und wir sogar einige Punkte für Seycove einbringen konnten. Ich vermisse es erst um viertel vor 8 anstatt um 6 aufzustehen da meine Schule nur 5 Minuten von meinem Haus entfernt lag. Ich vermisse es in meinem kleinen Ort Deep Cove in North Vancouver am Wasser spazieren zu gehen auf Quarry Rock die Aussicht zu genießen oder schwimmen zu gehen.

Aber am meisten vermisse ich die Menschen,die ich in meinem Leben auf der anderen Seite täglich um mich herum hatte und ich in einigen wahre Freunde finden konnte. Ich vermisse meine Gastfamilie, meine Gasteltern- Jen, die sehr einfühlsam sein konnte und erst gerade ihren Sohn zur Welt gebracht hat. Joel, der typische amerikanische cool dady und total Sport verrückt war. Ich vermisse es die große Schwester für Kenzie and Kolbie zu sein, mit ihnen das ``Mommy-Game`zu spielen. Ich vermisse meine italienische Gastschwester Stella und unsere tiefgründigen Gespräche bis 12 abends und wir so nie was von den Filmen mitbekommen haben, die wir eigentlich sehen wollten ;)

Ich vermisse meine beste kanadische Freundin Hannah, meine kleine Mexikanerin Paola und die ganzen anderen – es wird schwierig in nächster Zeit nach Mexiko, Brasilien, Kanada oder Belgien zu kommen aber die meisten meiner deutschen Freunde sehe ich im laufe des nächsten Jahres.  Wenigstens habe ich nun einen Grund irgendwann eine Weltreise zu starten.

Ich bin erst seit 3 Wochen wieder zu hause und es fühlt sich schon wieder wie eine Ewigkeit an – ein Art Traum aus dem man erwacht ist. Auf der einen Seite macht es mich ziemlich traurig, all diese Sachen so unendlich zu vermissen, aber hey, ich habe viele Bilder und all die Momente und Augenblicke an denen ich vor Glück am liebsten die Welt erobern wollte, tief in meinem Herzen gespeichert und keiner kann sie mehr nehmen. 

Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich das überhaupt schaffe. Und natürlich habe ich es. Es war gar nicht so hart. All die Sachen, von denen ich dachte, ich könne sie nicht alleine meistern, stellten sich als gar nicht so schlecht heraus. Ich bin nochmal selbständiger und reifer geworden und mir haben die 5 Monate gezeigt auf was es wirklich im Leben drauf ankommt: Ich habe aus tiefstem Herzen gelacht , im Regen getanzt , den Moment geschätzt, gelebt, gelacht, geliebt, vergeben und vergessen, denn das Leben ist zu kurz, um zu bereuen. 

Und wirklich, ich hätte nie gedacht, es sei möglich, aber ich hab viel mehr geweint als ich von Kanada Abschied nehmen musste. PEACE OUT CANADA <3

Zum Schluss möchte ich bei Ihnen, liebes Do-It!

Team, von ganzen Herzen bedanken. Für ihre Hilfe, mein Auslandsjahr so gut organisiert zu haben, immer für meine Fragen offen gewesen zu sein und die tolle Zusammenarbeit mit FCI. DANKE! Danke, für diese tolle Zeit.

``I rather look back at my life and say `I can`t believe I did that ` instead of saying `I wish I did that `. ``

Maja
27.07.2017